„Ich habe mir mit meinem ersten Gehalt eine Kamera gekauft”

Genau da hat meine Reise als Fotografin begonnen. Diesen Satz sagte ich damals zu meiner Mama, um ihr davon zu erzählen. Sie war die Erste, die davon wusste, und auch mein grösster Grund, überhaupt damit anzufangen.

Mein Name ist Sabrina. Ich bin Ehefrau und Mädchenmama aus einem schönen, kleinen Dörfchen in Graubünden.

Mit ersten Versuchen in der Natur und als KiTa-Fotografin an meinem Arbeitsplatz stellte ich mich selbst auf die Probe, um herauszufinden, ob dieses Hobby wirklich das Richtige für mich ist. Immer mehr entwickelte sich daraus eine Leidenschaft.

Nach einigen gescheiterten Anläufen ins Berufsleben und so manchem Stein auf meinem Lebensweg zog ich 2015 nach Romanshorn ins Thurgau, um dort meine Ausbildung als Fotofachfrau Fotografie zu beginnen. Durch die vielen Möglichkeiten, die mir geboten wurden, habe ich nicht nur vieles gelernt und ausprobiert, sondern auch gefestigt. Ich habe meinen Weg gefunden – und gleichzeitig erkannt, welche Bereiche der Fotografie überhaupt nichts für mich sind.

2018, nach meinem Lehrabschluss, kehrte ich zurück nach Graubünden und wagte den Schritt in die Selbstständigkeit. Ich habe mich auf die Hunde- und Peoplefotografie spezialisiert.

Kurz darauf haben mein Mann und ich geheiratet, und unsere Familie wurde grösser. Mit ihr wuchs auch meine Liebe zur Familienfotografie. Wo könnte man besser eigene Ideen umsetzen als bei der eigenen Familie? Immer wieder habe ich neben dem Mama-Sein auch Aufträge angenommen – bis ich 2021 das Gefühl hatte, meine Fotografie endgültig „an den Nagel zu hängen“. Wie oft habe ich davon gesprochen, nicht mehr zu fotografieren, keine Lust und keine Motivation mehr zu haben.

Doch Ende 2024 kehrte der Funke zurück. Warum? Das weiß ich bis heute nicht genau. Aber es spielt auch keine Rolle. Ich nahm meine Kamera, legte einfach los, fing den Funken ein – und verwandelte ihn in ein richtiges Feuerwerk. Und jetzt stehe ich hier und starte 2025 mit einem Ziel, einem Wunsch und dieser Webseite.

Warum Girasole Fotografie?

„Girasole“ – italienisch für Sonnenblume.

Sonnenblumen sind meine Lieblingsblumen. Sie stehen für Licht, Wärme und Liebe.

Doch für mich haben sie eine noch tiefere Bedeutung. Der Name „Girasole“ steht für die Verbindung zu meinem Papa und meinem Götti, die beide viel zu früh verstorben sind. Beide liebten Sonnenblumen genauso wie ich. Die italienische Form des Namens erinnert an unsere Herkunft.

Nach ihrem Tod wurde mir bewusst, wie schnell man Dinge vergessen kann – und wie wichtig es ist, Erinnerungen festzuhalten. Und was eignet sich besser dazu, vergangene Momente lebendig zu machen, als Fotos? Beim gemeinsamen Stöbern durch die Bilderflut und dem Schwelgen in Erinnerungen wird vieles wieder greifbar.

Genau das ist es, was ich mit meiner Fotografie schaffen möchte.